Irlands Traditionen unterliegen neuen Richtlinien

Sie gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Attraktionen für Touristen: die Straßenmusiker in der Hauptstadt Dublin. Mit alten, traditionellen Instrumenten sorgen sie entlang der Liffey und in den malerischen Straßen und Gassen für das richtige Flair und den typisch „irischen Sound“. Dabei sind es nicht nur Laienmusiker, die hier regelmäßig spielen, auch professionelle Bands entschließen sich oft, ein spontanes Konzert auf den Straßen Dublins zu geben.

Doch die beliebten Straßenmusiker müssen sich in Dublin künftig auf einige Einschränkungen einstellen. So wurde die Zeit, in der die Musiker spielen dürfen, strikt begrenzt und auch die Musikinstrumente sowie die Lautstärke wurden stark eingeschränkt. Was für viele Anwohner sicherlich für Nachruhe sorgt, nimmt dem Klang der „Streets of Dublin“ ein wenig von seinem Zauber.

Folgende Regelungen müssen künftig eingehalten werden:

  • Musik darf nur noch von 11h – 23h gespielt werden.
  • Die Lautstärke darf nur noch von einem leiseren Verstärker bestimmt werden
  • Trommeln müssen durch leisere Rhythmusinstrumente ersetzt werden.
  • Die Musiker müssen mindestens ein Repertoire von 20 Musikstücken vorweisen können

Als einzige Ausnahme darf im Bereich Temple Bar an Wochenenden die Musik bis 3:00 Uhr nachts ertönen.

Trotz dieser Einschränkungen müssen Touristen und Anwohner auch künftig nicht auf irische Weisen und Traditionals verzichten. Allerdings könnten die Richtlinien dazu führen, dass die Bodhran, die traditionelle irische Trommel, künftig nur noch selten zu hören sein wird. Da die Einschränkungen von den Straßenmusikern selbst erstellt wurden, werden die Musikanten sicherlich dafür sorgen, dass der Besuch in Dublin auch weiterhin durch alte irische Klänge untermalt wird.